Willkommen auf Haldenkind.de.....

Auf dieser Startseite finden alle Besucher eine kleine Übersicht über die Thematik der Bilder auf dieser Seite. Mein Name ist hierbei Programm und umfasst viele Bereiche von Industriekultur, Architektur, Kunst, Sport, Natur und Tiere.

 

Ich wünsche euch viel Spaß mit meinen Bildern!!!!

 

Dat Haldenkind

“An lauen Sommerabenden steh ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schau auf meine Stadt. Ich seh das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bischen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Probstei- und Christuskirche und ganz rechts erkenn ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denk ich: Boah, schön ist das nicht!“    

Frank Goosen

Hundertwasser-Haus im Gruga Park (Essen)

Der Pott - Besonders, speziell und meine Heimat

 

 

Der Pott – meine Heimat – is schon wat besonderes. Ich hätte sonst wo in Deutschland aufwachsen können... Gott sei Dank, ist es genau hier gewesen.

 

Abenteuerspielplätze wurden für uns Kinder zwar geschaffen, aber wer brauchte schon sowat. Unsere gesamte Umwelt stellte für uns einen riesengroßen Abenteuerspielplatz dar. Zwei Dinge, die meine Mutter zu mir immer gesagt hat, wenn ich meine Schultasche am Nachmittag in die Ecke geschmissen habe, um so schnell wie möglich die Wohnung zu verlassen: „Du gehst nicht auf den Phönixberg, da gibt es ungesicherte Schächte, da kannst du abstürzen!“ und „Du kommst nach Hause, wenn die Laternen angehen!“. Nun, je gefährlicher ein Ort von unseren Eltern dargestellt wurde, desto interessanter wurde er für uns. So trieben wir uns auf den Halden, Schlackebergen und alten Industriegeländen herum. Ich kenne noch die Jahrhunderthalle, als sie noch nicht die Herberge der RuhrTrinale war, und auch die Maroden Eisentreppen der Zeche Hannover habe ich überlebt. Und wie es vermutet werden kann, bin ich auch nie in einen Schacht gestürzt. Im Sommer trieben wir unser Unwesen am Kanal – also am Rhein-Herne-Kanal, und sind im Blaupunktbecken geschwommen, von den vielen Brücken gesprungen und haben uns von den Schiffen mitziehen lassen.

 

An den oberirdischen Abwasserkanälen, den Köttelbecken, konnten man durch den Geruch das Wetter vorhersagen und bei uns umme Ecke auch erkennen, wann der Schlachthof geschlachtet hat. Heute ist das alles Renaturierungsgebiet und von den alten Becken ist nicht mehr viel zu erkennen. Aber von den Forellen, die uns vor 25 Jahren versprochen wurden, ist noch nix zu sehen. Forellen... nun, da fällt mir dat illegale Nachtangeln (war aber immer irgendwer dabei mit nem Schein) am Hofsteder Weiher, im Zillertal, am Kanal und natürlich anner Ruhr ein. Aber Forellen gab es nicht ganz so viele, dafür Rotaugen in Massen, und Karpfen, in geringeren Mengen habe ich auch Aale, Zander und Hecht gefangen.

 

Nun, und multikulturell waren wa schon immer hier... dat Zuckerfest kennen wa nich erst aus der Zeitung und ne türkische Hochzeit sollte meiner Meinung nach jeder mal erlebt haben. Schimpfwörter beherrsche ich in mehreren Sprachen. In Portugal gibbet Stockfisch an Heiligabend und in Polen Karpfen und Rotebetesuppe. Auch die vielen Kulturen hier zeichnen den Pott aus.

 

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich schon viel verändert im Pott, wir sind schon lange nicht mehr die, die unterm Staub leben. Die Natur hat sich zurückgeholt, wat ihr gehört und die Menschen, die uns hier besuchen, sind immer noch verwundert, wat dat hier grün is. Die brachen Industrieflächen wurden zu Naherholungsgebieten und Kulturstätten erklärt und aufgehübscht. Das Ruhrgebiet hat sich gewandelt, vom Industrie- zum Dienstleistungssektor. Nirgendwo auf der Welt gibbet eine höhere Dichte an Museen, wir haben sogar Weltkulturerbe. Die Menschen sind direkt, sogar ziemlich direkt. Man nimmt halt kein Blatt vor den Mund. Und dennoch trinken wir mit jedem gerne ein Pilsken, der sich auf uns einlässt. Wir sind auf dem Boden geblieben, in unseren Traditionen verwurzelt durch harte Arbeit, Kohlenstaub und brennende Hochöfen. Und mittlerweile erzählen Geschichten von damals.

 

Dies wird immer ein Teil unseres Selbstbewusstseins sein, auch wenn sich so viel verändert hat.

 

 

Die Halden

Unterwegs im Ruhrgebiet

Events im Rahmen der Industriekultur

Bei uns ist immer was los....

Kommentare

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  • ripoffreport (Freitag, 19. Juni 2015 15:48)

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