Blaue Zeiten - Die RUB wird 50

Am 6. Juni 2015 fanden die Veranstaltungen "BlauPause" und "Blaue Stunde" anlässlich des 50jährigen Bestehens der Ruhr-Universität Bochum statt. Ich habe mitgefeiert und viel Spaß an diesem Tag gehabt.

 

 

Die "BlauPause"

Nach anfänglicher Abstinenz, entschloss sich die Sonne gegen Mittag die insgesamt 100.000 Besucher der “BlauPause” zu verwöhnen. Andersweitige Verpflichtungen ließen mich erst gegen 15:00 Uhr ins Geschehen einsteigen.
Ja, es war voll! Doch mit guter Laune ausgestattet und von fröhlichen Menschen umgeben, alles kein Problem…

Nach einem “Free Hug” fühlt man sich doppelt so gut. Ein kleiner Wermutstropfen waren jedoch die die Fahrräder auf der Fußgängerseite, welche zwar geschoben wurden, jedoch dafür sorgten, dass sich Stau bilden konnte und hin und wieder bekam ich einen Lenker in die Seite oder ein Vorderrad in die Hacken… Nun ja, Schwamm drüber!

Urbane Kunst der besonderen Art präsentiert der Kunstnomade Gigo Propaganda. Hinter diesem Namen verbirgt sich der 1979 in Mostar (Bosnien-Herzegowina) geborene Danijel Brekalo. Er emigrierte 1991 nach Essen, kehrte 1999 nach Mostar zurück, um 2002 erneut nach Essen zu kommen. Er ist Mitbegründer von Port e.V. und bekam 2005 den Ehrenamtspreis “Essens Beste” verliehen.
In seiner Kunst thematisiert Gigo die rapiden Veränderungen von Orten, als auch die Entfremdung des Menschen von seiner Umwelt.

 

www.gigopropaganda.com

Viele interessante Stände, bespielt durch Fakultäten, Vereine und Gruppen, waren auf der Strecke von 5,5 km zu finden. Jedoch habe ich nur ca. 3 km geschafft; die Zeit war einfach zu kurz…

Pflanzen, welche von den wissenschaftlichen Laien eher als Unkraut bezeichnet werden, untersuchen die angehenden Biologen des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie. Welche Einflüsse haben schwerbelastete Böden auf das Wachstum. Robuste Pflanzchen, die auf belasteten Böden ein wenig klein geraten. Dabei reichen bereits Belastungen von 5% an Schwermetallen.

Worte werden von ihnen Groß geschrieben. Die Toastmaster helfen bei mangelnder Redegewandtheit und dem oft daraus resultierendem Lampenfieber und der Unsicherheit.beim freien Sprechen vor Publikum. Mit kleinen Tricks und Kniffen kann jeder eloquent wirken.

 

www.bochum-toastmaster.de

Ein Dankeschön an die Mitwirkenden der Fakultät für Baustofftechnik für eines eurer Exemplare der Bochumer Skyline, welches ihr mir gegeben habt. Da ich aus Zeitmangel mein eigenes nicht anfertigen konnte. Beton ist ein wichtiger Baustoff. Verschiedene Typen diesen Materials und ihre speziellen Eigenschaften wurden anschaulich erklärt. Interessierte konnten sogar eigene Erfahrungen im Umgang mit ihm machen, in dem sie sich ein Andenken in Form der Bochumer Skyline gießen konnten.

Oh, ein Zombei Walk? Nein, die beiden Zombiedamen hatten ebenfalls einen Stand und mussten bei den herrschenden Temperaturen nicht auch noch hinter Gehirnen herlaufen. Bei Bedarf kann man diese menschlichen Kreaturen auch für Hochzeiten mieten - oder für den nächsten Kindergeburtstag, weil Clowns sind gruselig.

Im Vorfeld habe ich lange überlegt, ob ich das Thema Burschenschaften mit in den Blog aufnehmen sollte. Da aber vor der „BlauPause“ das Thema durch das „Bündnis gegen Burschenschaften“ in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt worden ist und durch die Erfahrungen, die ich dann letztlich auf der „BlauPause“ machen konnte, habe ich mich entschlossen, das Thema aufzugreifen. Als ehemalige, politisch interessierte und auch engagierte Studentin der RUB ist mir schon seit Jahren bekannt, dass es auch bei uns auf dem Campus Burschenschaften gibt. Dieser Fakt wird für viele jedoch neu gewesen sein; im Grunde interessiert sich hier kaum jemand für solch elitäre Clübchen, außer natürlich die Linken Strömungen an der Uni.
Das „Bündnis gegen Burschenschaften“ hatte angekündigt, die „BlauPause“ massiv zu stören und sie „kaputt“ zu machen, sollten die Burschenschaften sich präsentieren dürfen. Ich selbst stehe den Herren ebenfalls kritisch gegenüber, sehe ich doch Gefahren in ihrem nationalen Gedankengut, und dass sie keine Frauen aufnehmen, bitte schön, ich muss mir als Frau auch nicht unbedingt einen Schmiss abholen und die kleinen männlichen Traditionen pflegen.
Die Universitätsleitung hat auch klar Stellung bezogen. Sie werde sich, wie es an einer Uni üblich ist, neutral verhalten. Hierbei gelte die Hausordnung, und an diese hätte sich jeder zu halten.
Letztlich musste aber auf die Androhungen reagiert werden, was ein ziemliches Aufgebot an Polizei und Bundespolizei zur Folge hatte.

Mein Fazit: Die Aufmerksamkeit wurde gerade durch das „Bündnis gegen Burschenschaften“ auf die Burschenschaften gelenkt – ohne das Interesse (dieses fiel immer noch sehr gering aus) wären die Burschenschaften doch nicht wahrgenommen worden. Es hat Steuergelder verschlungen, da mal wieder von Linker Seite Ausschreitungen angedroht wurden. Und nicht zu vergessen, dass das „Bündnis“ sämtlichen Beteiligten und Besuchern das Fest verderben wollte. Da frage ich mich, was das für eine Einstellung ist. Ich bin dankbar, dass es zu diesen nicht kam und dass die „BlauPause“ für alle Beteiligten ein Erfolg wurde.

Noch dem ich einigen Meter gelaufen bin, die Sonne kräftig auf meinen Kopf schien und ich nur ein kleines Frühstück hatte, bekam ich Hunger und vor allem Durst. Leider gab es auf der Strecke kaum Versorgung durch offizielle Stellen. Schade eigentlich, aber ich hatte mir zum Glück eine große Flasche Wasser eingesteckt. Die Mitwirkenden an den Ständen jedoch verteilten Wassermelone und auch Getränke, auch Süßes wurde an den Mann/ die Frau gebracht. Der Schokokeks, den mir ein Besucher in die Hand gedrückt hat, half mir sehr nicht wegen meiner Unterzuckerung umzukippen. Muss wohl schon etwas wackelig gewirkt haben. Mein Mann war auch sehr froh darüber, neige ich doch dazu, schnell schlechte Laune zu bekommen, wenn ich unterzuckert bin. Der Rückweg in die Innenstadt war nun machbar und ich wanderte zurück, um die „Blaue Stunde“ am Rathaus zu genießen.

Vielen Dank an meinen unbekannten Retter!

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