Extraschicht 2015

Zur diesjährige Extraschicht besuchte ich die Spielorte Tetraeder in Bottrop und Weltkulturerbe Zollverein in Essen.

In Bottrop wurde der Haldenaufstieg durch verschiedenen Darbietungen verkürzt, wie etwa durch eine lebende Jukebox und dem verrückten Uhrmacher und auf dem Gelande des Weltkulturerbes Zollverein verzauberten die riesenhaften Stabpuppen von DUNDU die Besucher.

 

Das Tetraeder in Bottrop

"Follow the white rabbit" - Unter diesem Motto wurde der Besucher zum Gipfel der Halde und zum Tetraeder geführt. Unterstützt wurde der "Weiße Hase" von einigen "Kumpels", welche hierfür eine Extraschicht einlegten.

Figuren, wie aus Shakespear´s Sommernachtstraum begegneten den Besuchern unter dem Gipfel, so bezierzten Pan und seine Nymphen sowohl Männlein und auch Weiblein.

Auf dem Gipfel erwartete mich und die anderen Besucher das große Tetraeder, welches auch bis zur ersten Plattform begehbar war - wer mich und meine Höhenangst kennt, weiß was mir das wieder mal abverlangte.

Studenten der Folkwang Universität der Künste präsentierten mit einer Tanzperformance ihr Können unter dem Tetraeder.

Zollverein

Erstmalig in diesem Jahr konnte das Gelände der Zeche Zollverein, sowie der Kokerei nur mit Bändchen betreten werden. Für mich eine positive Entwicklung, da die offenen Spielorten oft von denjenigen belagert wurden, die mit der Extraschicht nichts am Hut hatten. Somit sind mir dieses mal keine betrunkenen und gröhlenden Menschen über den Weg gelaufen. Dafür aber auf der Rückfahrt jede Menge Helene Fischer-Fans. ich musste ja unbedingt über Gelsenkirchen nach Bochum zurückfahren. Ich habe nun mal wirklich eine Helene-Abneigung und die wurde dann in Gelsenkirchen verstärkt, nachdem gefühlt 50.000 Fans in den Zug gestiegen sind, die Türen nicht mehr zugingen, wir geschlagene 20 Minuten standen, bis, und das muss ich jetzt mal der Bahn vorwerfen, nicht das Bahnpersonal, sondern die Bundespolizei für eine weiterfahrt gesorgt hatte. Da konnte ich niur noch mit dem Kopf schütteln und hoffen, dass ich in Wanne-Eickel irgendwie aus dem Zug komme. Ich hatte es auch wirklich geschaft und mit Müh´ und Not dann meinen Anschluss erwischt und musste somit nicht eine geschlagene Stunde, in der doch recht kalten Nacht in Wanne-Eickel hocken, da wäre noch nicht mal mehr McDonalds offen. Aber zum Spielort zurück. Zollverein habe ich das zweite Mal zur Extraschicht einen Besuch abgestattet. Mein erstes Mal war nicht sehr prickelnd, hatte es an dem Tag in ströhmen geregnet und auch noch gewittert, so dass ich mich zwischen dem ganzen Stahl recht unwohl fühlte und den Spielort abgebrochen hatte. Dieses Jahr war es zwar kalt, aber wenigstens trocken. Aber so richtig sprang der Funke nicht über, hatte diese Spielort für mich doch eher einen Kirmescharakter. Die Bühne vielleicht zentraler gestellt werden können und nicht die ganzen Fressbuden. Für die Größe des Spielortes wurde dieser wenig bespielt und auch wenig illuminiert. Stimmung war dann eher an der Kokerei zu finden und auch auf dem Geländer der RAG, die sich dieses Jahr beteiligte war die Stimmung besser.

Für mich war das große Highlight der Extraschicht auf Zollverein die Figuren DUNDU (Du und Du ergibt Dundu - atemberaubend, magisch und einzigartig). Die riesigen Marionettenpuppen, sind es Marionetten?, die mit ihren federleichten Bewegungen und ihrer Interaktion mit den Zuschauern, die Menschen verzaubert haben. So auch mich (war ja auch der eigentliche Grund dafür, dass ich unbedingt zu diesem Spielort wollte). Auf dem Ehrenfeld der Zeche traf ich das erste Mal an diesem Abend auf die leuchtenden Riesen, aber auch ein kleiner Dundu spielte heir eine wichtige Rolle (und diesen fand ich noch bezaubernder).

Wie ich bereits erwähnte, war die Stimmung an der Kokerei besser. Hier hätte ich gerne ein wenig länger verweilt, doch wie das auf der Extraschicht so ist, die Zeit läuft davon. Somit machte ich mich dann langsam zum RAG Gelände auf, weil dort das große Dundu-Finale stattfinden sollte. Aber nicht bevor ich diese super coole Schwimmbad auf der Kokerei inspiziert hatte. Wie man sieht, noch kein Wasser drin. Aber es soll kommen und dann hoffe ich, dass ich es dieses Jahr mal schaffen werde, in solch einer Kullisse planschen zu gehen.

Auf dem Weg zum RAG-Gelände begegneten mir sehr schöne Illuminationen, und diverse Einkaufswagen, die mit Lautsprechern bestückt waren, und u.a. Martin Luther King´s berühmte Rede “I have a dream” oder aber auch Lieder, wie die von Peter Fox wiedergaben. Die Besucher brachten die Einkaufswagen fleißig die Straße hinauf und hinunter. Die Aufforderung des Künstler, einen Wagen mitzunehmen, nahm ich fast wörtlich. Dann hätte ich eine Art Rollator für den Rückweg gehabt ;-), meine Füße waren da schon ganz schön platt.

Auf dem RAG-Gelände folgte nun das große Finale, welches seine Wirkung jetzt bei Dunkelheit nicht verfehlte. Faszinierend war, dass man bei der Aufführung vergessen hat, dass es sich hierbei um Stabpuppen (ich wurde gerade aufgeklärt) handelt. Trotz des fehlenden Gesichts, konnte der Zusauer die Emotionen der Puppen nachempfinden.

Denn Rückweg zur Bahn nahm ich dann wieder über das Zechengelände, und konnte so noch ein paar Eindrücke von den Illumination hier machen. Sehr gelungen, wie ich fand.

Zuletzt ein größes Dankeschön an meinen Kameraassistenten und Ehemann :-D

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